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Tipps zur Reisevorbereitung gibt es in Reiseführern und auf vielen Internetseiten. Damit soll meine Liste nicht konkurieren, sondern nur stichpunktartig einige Punkte ansprechen.
Bekleidung
Auf den Seychellen ist es warm, zwei Shorts und zwei Badehosen sollten für einen 14tägigen Urlaub ausreichen. Anders sieht es mit den T-Shirts aus: durch die hohe Luftfeuchtigkeit trocknet ein gewaschenes Shirt nicht über Nacht! Auch beim Schnorcheln sollte man anfangs ein T-Shirt als Schutz vor der Sonne tragen. Für das Abendessen könnten eine lange Sommerhose und ein kurzärmliges Hemd sinnvoll sein (manche Restaurants legen Wert darauf).
Finanzen
Für die meisten Aktivitäten benötigte man Anfang 2008 auf den Seychellen Devisen (Euro oder Dollar). Das bedeutete also entweder genügend Euro-Bargeld mitnehmen bzw. mit der Kreditkarte bezahlen, wo es möglich ist. Rupien benötigte man nur für Busfahrten, Einkäufe in den Shops, Essen an Take-Away oder Souvenirs wie Briefmarken. Daher habe ich auch nicht sofort Geld am Flughafen getauscht. Mit meiner VISA-Card habe ich an den Geldautomaten der Barclay-Bank - auf Praslin an der Grand’ Anse, auf La Digue in La Passe, auf Mahé in Victoria - Rupien abgehoben. Ende 2008 hat sich die Situation wieder geändert, man sollte sich vor der Reise über den aktuellen Stand erkundigen.
Fotografie
Für Landschaftsaufnahmen ist man mit einem Weitwinkelzoom 24/28mm ... 75 mm (bezogen auf das KB-Format) gut bedient. Im Vallée de Mai ist es relativ duster, eine Lichtstärke von F2.8 ist dort nützlich und sogar ein Blitzgerät. Ein zirkulares Polarisationsfilter sorgt für einen satten Himmel und weniger Reflexe auf den Wasserflächen. Für Tier- und Pflanzenaufnahmen sind sowohl ein Makroobjektiv als auch ein Teleobjektiv mit 300 mm Brennweite nützlich.
GPS-Empfang
Mit einem modernen GPS-Empfänger ist auf den Seychellen ein problemloser Empfang der Satelliten-Signale möglich.
Insektenschutz
Zwar gibt es auf den Seychellen keine Malaria, die Plagegeister können trotzdem lästig sein. Auch hier gilt: jeder muss herausfinden, welches Mittel bei ihm am besten wirkt. Ich empfand “Mosi Guard” und “CarePlus DEET 40%” als gut. Die meisten Mücken plagen einen auf La Digue, dort sollten die Zimmer ein Moskitonetz über den Betten haben. Dafür hatte ich bei der Führung auf Cousin keinerlei Probleme (hatte keinen Mückenschutz aufgetragen).
Karten / Reiseführer
Die Seychellen-Karte von Freytag & Berndt im Maßstab 1:50.000 war detailiert und optisch gut gestaltet, leider gibt es sie nicht mehr. Eine weitere Karte aus der Globetrotter-Reihe (New Holland Publ.) - Maßstab 1:33.000, aber nicht mehr Detailinformationen - wird ebenfalls nicht mehr hergestellt. Seit September 2008 gibt es eine Karte 1:50.000 aus dem Verlag Borch aus laminiertem Papier.
Bei den Reiseführern ist der aus dem Dumont-Verlag am umfangreichsten und bietet viele Hintergrundinformationen. Leider sind die Karten im Buchinneren nur schlecht nutzbar. Der Polyglott-Reiseführer hat eine Karte als sog. "Flipmap" auf der Umschlagseite eingesteckt, beschränkt sich aber auf das Nötigste. Andere Reiseführer kann ich nicht beurteilen.
Schnorcheln
Neben herrlichen Landschaften ist auch die Unterwasserwelt sehr reizvoll, hier kann man all die bunten Fischen sehen, die man sonst aus den Aquarien der zoologischen Gärten kennt. Man sollte also Tauchermaske, Schnorchel und Taucherflossen einpacken.
WICHTIG: Nicht auf Korallen treten!
Sonnenschutz
Muss jeder selbst wissen, wie empfindlich sein Haut ist - ich hatte Sonnenmilch mit LSF 20 bis 40 dabei. LSF40 war für meine Haut ausreichend, um 2 Stunden in der Mittagssonne keinen Sonnenbrand zu bekommen. Bestandteile der Sonnenmilch scheinen nach aktuellen Studien Korallen zu schädigen. Daher sollte man beim Schnorcheln an Riffen die Haut besser durch Kleidung schützen! Anfangs am besten dunkle Stoffe aus Kunstfasern, später auch helle aus Baumwolle.
Unterwasser-Fotografie
Wer von der farbenprächtigen Unterwasserwelt Erinnerungen haben will, hat folgende Möglichkeiten:
- Eine wasserdichte Einwegkamera - in Deutschland für 8,90 € erhältlich, auf La Digue 30 €. Mich konnte die Qualität nicht überzeugen.
- Eine kompakte Digitalkamera in einen wasserdichten Beutel (z.B. Digipac, Aquapac, EwaMarine) verstauen. Diese Beutel sind zwischen 3 bis 5 m Wassertiefe dicht - technisches und menschliches Versagen möglich. Die Bedienung erfolgt durch die Folie.
- Für manche Digitalkameras gibt Gehäuse aus Polycarbonat, die speziell auf die jeweilige Kamera angepasst sind und ca. 200 € kosten. Sie passen daher nur für ein Kameramodell, sind dafür bis 40 m wasserdicht und für richtige Tauchgänge brauchbar. Sie sind deutlich klobiger als eine Schutzhülle aus Folie. I.a. haben die Kameras durch die Luft in diesen Gehäusen Auftrieb.
- Spezielle Digitalkameras sind wasserdicht konstruiert und sehr kompakt, es gibt sie von Pentax und Olympus. Für die Kompaktheit handelt man sich Nachteile wie geringerer Weitwinkelbereich oder längere Auslöseverzögerung ein. Meine Pentax Optio W30 hat leider nach der Hälfte des Urlaubs nicht mehr funktioniert.
- Eine Spiegelreflexkamera kann man ebenfalls mit einem Beutel (Aquapac, EwaMarine) vor Wasser schützen. Der Verlust im Fehlerfall ist deutlich höher.
- Auch für manche Spiegelreflexkameras gibt es speziell angepasste Unterwassergehäuse - bei einem Preis von 1500 bis 2000 € für die meisten Hobbyfotografen unerschwinglich. Dazu so sperrig, dass sie nicht in den Koffer passen.
Sowohl analoge als auch digitale Unterwasserfotografie haben ihre Macken: bei einer analogen Kamera ist der Augenabstand zum Sucher durch die Tauchermaske deutlich größer, man sieht nur einen Ausschnitt des späteren Bildes. Bei den Digitalkameras ist das Display - entgegen den Versprechungen der Hersteller - für tropischer Helligkeit schlichtweg zu dunkel.
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